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Kalifornien: Kondor-Küken schlüpft
in Freiheit
Nach 18 Jahren ist in Kalifornien
erstmals wieder ein Kondor-Küken in freier Wildbahn ausgebrütet
worden.
(jkm) - Das Junge schlüpfte
am Donnerstag letzter Woche in einer Höhle in Ventura County.
Dies gab jetzt der US Fish and Wildlife Service bekannt. Die Eltern
des Kükens wurden im Zoo von Los Angeles und im San Diego
Wild Animal Park geboren und 1995 im Alter von einem Jahr freigelassen.
Allen Mee von der Zoologischen
Gesellschaft San Diego hatte das Nest der Eltern schon Mitte Februar
aufgespürt und seitdem beobachtet. Wie sie berichtet, war
das Kondor-Weibchen selbst von ihrem Bruterfolg überrascht,
als das Junge schlüpfte.
"Für einige Stunden
erschien die Mutter unruhig und verwirrt, sie versuchte sowohl
das Junge als auch die Eierschalen zu bebrüten. Dann setzte
sie sich schließlich schützend über ihr Junges."
Inzwischen kämen die Vögel mit ihrer Rolle gut zurecht
und seien "Eltern wie aus dem Lehrbuch".
Schon im Mai letzten Jahres hatten
Biologen versucht, dem Kondor-Paar, das mit einem zweiten Weibchen
zusammen lebte, ein im Zoo bebrütetes Ei unterzuschieben.
Zwar kam das Junge tatsächlich bei den Pflegeeltern zur Welt,
überlebte aber nur wenige Tage. Die Forscher hoffen jetzt,
dass das Junge die nächsten Wochen ohne Infektionen oder
Angriffe von Raubvögeln übersteht.
Zur Zeit gibt es in Kalifornien
und Arizona 63 wild lebende Exemplare des Kalifornischen Kondors
(Gymnogyps californianus). 18 weitere warten in Freigehegen auf
ihre Auswilderung, 104 der Vögel leben zudem in amerikanischen
Zoos.
Ziel der Biologen ist es, im Rahmen
des so genannten "California Condor Recovery Plan" zwei
geographisch unabhängige Populationen aufzubauen. In Kalifornien
und Arizona soll es wieder mindestens 150 Kondore und 15 Brutpaare
geben.
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