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Naturschützer schlagen Alarm: Ziegen
fressen Galapagosinseln kahl
Hunderttausende Ziegen fressen
die Galapagosinseln kahl und sind zur ernsten Bedrohung für
die dort lebenden Schildkröten geworden.
Frankfurt/Main (dpa) - Das berichteten
Naturschützer in Frankfurt am Main bei der Jahrestagung des
Charles Darwin Networks, das sich um den Naturschutz auf den vor
der Küste Ecuadors liegenden Inseln bemüht. Nun sollen
die Anfang des 19. Jahrhunderts von Siedlern auf die Galapagosinseln
gebrachten Ziegen ausgerottet werden.
Hauptleidtragende sind nach Darstellung
der Naturschützer die Schildkröten, die ebenfalls auf
pflanzliche Nahrung angewiesen sind. Auf der größten
Galapagosinsel, Isabela, sei die Situation dramatisch, berichtete
die Biologin Dagmar Andres-Brümmer. Zwischen 100.000 und
200.000 Ziegen hätten Isabela mittlerweile fast kahl gefressen.
«Es ist eine Kraterlandschaft
- da ist kein Gräschen mehr, gar nichts.» Auf der Insel
leben nach Angaben der Naturschützer mehr als 50 Prozent
der Galapagos-Schildkröten, ein großer Teil der Tier-
und Pflanzenarten kommt nur auf dieser Insel vor. Die Ziegen drohten
das empfindliche Gleichgewicht dieser «Kronjuwelen des Naturschutzes»
zu zerstören.
Im vergangenen Jahr sei ein Jagdprogramm
als Naturschutzprojekt gestartet worden. Ausgebildete Jäger
sollen den Ziegen auf Isabela und anderen betroffenen Inseln nachstellen.
Erste Erfolge seien bereits erreicht worden, berichtete Andres-Brümmer.
So sei die kleine Insel Pinta im Norden der Inselgruppe seit Ende
2001 ziegenfrei.
Für Hunde und Katzen - ebenfalls
vor mehr als 100 Jahren als fremde Arten eingeschleppt und eine
Gefahr für die Gelege von Vögeln und Echsen - seien
ähnliche Programme geplant.
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