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Korallen: Australiens Riffe bleichen
aus
Am weltweit größten
Korallenriff, dem Great Barrier Reef vor Australien, haben Meeresforscher
eine schwere Korallenbleiche beobachtet. Wie eine Seuche breite
sich die Bleiche über die Inselwelt des südlichen Pazifik
aus, melden australische Wissenschaftler.
(jkm) - Nach Auskunft von Terry
Done vom "Australian Institute of Marine Science" handelt
es sich um die zweite große Korallenbleiche seit vier Jahren.
Korallen erbleichen, indem sie die auf ihnen lebenden Algen abstoßen.
Dadurch wird ihr Kalkskelett sichtbar und sie erscheinen in einem
bleichen Weiß.
Die Korallen leben mit Algen und
Polypen in Symbiose; sie benötigen ihre Untermieter, um ihren
Stoffwechsel und die Kalkbildung aufrecht zu erhalten. Haben sie
ihre Helfer abgestoßen, kann es Monate dauern, bis neue
Algen und Polypen die frei liegenden Korallen wieder besiedeln.
Viele Korallen sterben in dieser Phase ab.
Die Forscher vermuten, dass der
globale Temperaturanstieg für die Korallenbleiche verantwortlich
ist. Korallen reagieren sehr empfindlich auf die Erwärmung
der Weltmeere.
"Im Great Barrier Reef lagen
die Temperaturen von Anfang Januar bis Mitte März insgesamt
zwei Grad Celsius über dem sonst üblichen Durchschnitt",
berichtete Thomas Goreau, Präsident der Global Coral Reef
Alliance, gegenüber dem "New Scientist".
Diese Erwärmung habe länger
gedauert und sei schwer wiegender als eine vergleichbare Phase
aus dem Jahr 1998, die damals ebenfalls eine große Korallenbleiche
nach sich gezogen habe.
Die Erwärmung könnte
auch mit der Entstehung einer neuen El Niño-Welle in Verbindung
stehen. Ihren vollständigen Bericht wollen die Meeresforscher
demnächst veröffentlichen.
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