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Spinnen-Sex: Kleine Männchen sind
im Vorteil
Je kleiner ein Spinnen-Männchen
ist, um so flinker und geschickter kann es klettern. Die geringe
Größe ist besonders für die Paarung von Vorteil,
vermuten Insektenkundler.
(jkm) - Ihre These könnte
erklären, warum in der Spinnenwelt zwischen Männchen
und Weibchen so deutliche Größenunterschiede herrschen.
Weibliche Spinnen sind in der
Regel wesentlich größer und schwerer als ihre Geschlechtspartner.
Am stärksten ist die Differenz bei der Schwarzen Witwe (Latrodectus
mactans) ausgeprägt: Die weibliche Spinne bringt im Vergleich
zum Männchen das hundertfache Gewicht auf die Waage.
Die drei Entomologen Jordi Moya-Laraño,
Juraj Halaj und David H. Wise von der Universität von Kentucky
glauben, der Größenunterschied habe sich im Laufe der
Evolution durchgesetzt, weil Männchen schnelle Kletterer
sein müssen.
Zum einen müssen sie ihren
Rivalen auf dem Weg zu paarungswilligen Weibchen zuvorkommen;
zum anderen haben nur flinke Männchen die Chance, nach der
Paarung nicht zur Beute der Weibchen zu werden. Die Weibchen dagegen
gehen nicht auf Partnersuche, sie warten in ihrem Netz.
Bei Vergleichen zwischen diversen
Spinnenarten stellten die Forscher fest, dass die Unterschiede
um so größer ausgeprägt sind, je höher die
Spinnen leben: Vergleichsweise große Männchen finden
sich demnach am Boden, die kleinsten in den Wipfeln der Bäume,
berichten die Forscher im Magazin "Evolution".
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