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Kräftige Pythons: Mehr als ein
Händedruck
Amerikanische Ingenieure und
Zoologen haben erstmals die Kraft gemessen, mit der eine Riesenschlange
ihr Opfer umklammert.
(jkm) - Wenn eine große
Python ein Kaninchen umschlingt und erwürgt, übt sie
demnach einen Druck von 100 Kilopascal auf ihr Opfer aus - etwa
sechsmal mehr als bei einem kräftigen Händedruck.
Adnan Akay und sein Team von der
Carnegie Mellon University in Pittsburgh, Pennsylvania, beschäftigen
sich normalerweise mit akustischen Phänomen. Auf Anfrage
des örtlichen Zoos ließen die Forscher die Arbeit an
Schall- und Vibrationsdämpfern eine Weile ruhen und konstruierten
ein "Constrict-o-meter".
Das Gerät besteht aus einem
dreißig Zentimeter Stab, an dessen Ende eine druckempfindliche
Sensorplatte angebracht ist. Diese Platte wird zwischen den Leib
der Schlange und das Opfer gebracht und liefert so Messwerte aus
dem Innern des lebendigen Schraubstocks.
Pro Quadratzentimeter Körperoberfläche
übt eine 5,5 Meter lange Python demnach eine Kraft aus, die
der Gewichtskraft von 1 Kilogramm Masse entspricht. Die Lungen
des Opfers können gegen diesen Druck nicht anarbeiten, so
dass das Beutetier schließlich erstickt.
Wie Herb Ellerbrock vom Pittsburgh
Zoo & Aquarium gegenüber der Online-Ausgabe des Magazins
"Science" sagte, wolle man nun auch kleinere Schlangen
für die Wissenschaft arbeiten lassen.
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