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- 03.04.02 -

 

Wälder weltweit durch Rodung bedroht

Durch Bebauung, landwirtschaftliche Nutzung und den Bergbau verschwinden immer mehr Waldgebiete. Bis zu 40 Prozent aller Wälder könnten schon innerhalb der nächsten zehn bis zwanzig Jahren verloren gehen.

(jkm) - Der stärkste Rückgang sei zur Zeit in Russland zu beobachten, teilte das World Resources Institute (WRI) heute in Washington bei der Präsentation seiner aktuellen Wald-Studie mit.

Im Rahmen des Projektes "Global Forest Watch" konzentrierten sich die Wissenschaftler in den letzten zwei Jahren auf die Beobachtung der Wälder in Chile, Venezuela, Indonesien, Russland, Zentral-Afrika und Nordamerika.

Die Vorstellung, es gebe noch große, unberührte Urwälder, sei inzwischen ein Mythos, muss Jonathan Lash, Präsident des WRI, ernüchtert feststellen: "Wälder, die von oben auf den ersten Blick wie eine geschlossene grüne Fläche erscheinen, sind in Wirklichkeit häufig durch Straßen, Bergbau und Rodungen durchschnitten."

In Russland sei besonders die Taiga durch Fragmentierung betroffen, so die Studie. Aber auch Nordamerika besitzt kaum noch große zusammenhängende Waldflächen: Nicht einmal die Hälfte der Wälder bringt es noch auf eine Größe von 200 Quadratkilometern.

Diese Gebiete liegen zudem zu 90 Prozent in Alaska und Kanada. In 48 US-Bundesstaaten sind dagegen nur noch sechs Prozent der Wälder als nahezu unberührt anzusehen, gerade einmal 17 Prozent davon stehen unter Schutz.

Selbst jene Staaten, die ihre Wälder offiziell schützen, setzen sich nur halbherzig dafür ein. Als Beispiel verweisen die Forscher auf Indonesien, wo 70 Prozent des Holzeinschlags illegal erfolgt. Auch in Zentral-Afrika sei die Hälfte der Wälder durch Rodungen bedroht, warnen die Forscher.


Foto: V. Kantor / WRI

Russland: Die intakte Waldlandschaft, hier in Karelien, ist ein Mosaik aus Wäldern, Seen, Flüssen und Felsen.

 

 Mehr Informationen:

World Resources Institute

Global Forest Watch

vista verde: Wald
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