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Wälder weltweit durch Rodung bedroht
Durch Bebauung, landwirtschaftliche
Nutzung und den Bergbau verschwinden immer mehr Waldgebiete. Bis
zu 40 Prozent aller Wälder könnten schon innerhalb der
nächsten zehn bis zwanzig Jahren verloren gehen.
(jkm) - Der stärkste Rückgang
sei zur Zeit in Russland zu beobachten, teilte das World Resources
Institute (WRI) heute in Washington bei der Präsentation
seiner aktuellen Wald-Studie mit.
Im Rahmen des Projektes "Global
Forest Watch" konzentrierten sich die Wissenschaftler in
den letzten zwei Jahren auf die Beobachtung der Wälder in
Chile, Venezuela, Indonesien, Russland, Zentral-Afrika und Nordamerika.
Die Vorstellung, es gebe noch
große, unberührte Urwälder, sei inzwischen ein
Mythos, muss Jonathan Lash, Präsident des WRI, ernüchtert
feststellen: "Wälder, die von oben auf den ersten Blick
wie eine geschlossene grüne Fläche erscheinen, sind
in Wirklichkeit häufig durch Straßen, Bergbau und Rodungen
durchschnitten."
In Russland sei besonders die
Taiga durch Fragmentierung betroffen, so die Studie. Aber auch
Nordamerika besitzt kaum noch große zusammenhängende
Waldflächen: Nicht einmal die Hälfte der Wälder
bringt es noch auf eine Größe von 200 Quadratkilometern.
Diese Gebiete liegen zudem zu
90 Prozent in Alaska und Kanada. In 48 US-Bundesstaaten sind dagegen
nur noch sechs Prozent der Wälder als nahezu unberührt
anzusehen, gerade einmal 17 Prozent davon stehen unter Schutz.
Selbst jene Staaten, die ihre
Wälder offiziell schützen, setzen sich nur halbherzig
dafür ein. Als Beispiel verweisen die Forscher auf Indonesien,
wo 70 Prozent des Holzeinschlags illegal erfolgt. Auch in Zentral-Afrika
sei die Hälfte der Wälder durch Rodungen bedroht, warnen
die Forscher.
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