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Der frühe Vogel ... hat große
Augen
Großäugige Vogelarten
beginnen früher mit ihrem morgendlichen Gesangskonzert als
Arten mit kleinen Augen. Vermutlich können diese Vögel
im schwachen Dämmerungslicht besser sehen und daher früher
aktiv werden.
(jkm) - Das morgendliche Gezwitscher
der Vögel beginnt nicht schlagartig. Vielmehr stimmen unterschiedliche
Arten nach und nach in das Konzert ein. Der britische Biologe
Robert Thomas von der University of Bristol und seine Kollegen
überprüften nun eine 40 Jahre alte Vermutung, dass die
Augengröße und damit die Sehfähigkeit der Vögel
in der Morgendämmerung hierfür der ausschlaggebende
Faktor ist.
Dazu ermittelten sie in England,
Wales, Portugal und in der Schweiz, wie schnell 57 Arten von Sperlingsvögeln
nach Einsetzen der Dämmerung zu singen begannen. Zusätzlich
maßen sie mit einer Schieblehre die Augengröße
einiger Tiere und bestimmten an zwei Plätzen den Intensitätsverlauf
des Dämmerungslichts.
Wie das Team in einem online veröffentlichten
der "Proceedings of the Royal Society B" schreibt, beginnen
großäugige Vögel tatsächlich bei geringeren
Lichtintensitäten mit ihrem Gesang. Vermutlich fangen die
Großäugigen eher zu singen an, weil die Tiere Artgenossen,
Fressfeinde oder Nahrung früher erkennen können, so
die Forscher.
"Insgesamt bestätigen
unsere Resultate die Hypothese, dass die Zeit, zu der eine Art
in das morgendliche Konzert einstimmt, mit der Sehfähigkeit
bei geringen Lichtintensitäten zusammenhängt."
Die Augengröße kann
die Unterschiede jedoch nicht vollständig erklären,
fanden Thomas und seine Kollegen heraus. Zusätzlich muss
auch die Körpermasse der Tiere berücksichtigt werden:
Leichtgewichtige Arten haben es morgens demnach sehr eilig - vermutlich,
weil sie des Nachts besonders viel Energiereserven eingebüßt
haben und sich möglichst schnell auf die Suche nach Frühstück
machen müssen.
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