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Rettung ölverschmierter Seevögel:
IFAW will US-System kopieren
Der Internationale Tierschutz-Fonds
(IFAW) will das amerikanische System zur Rettung ölverschmierter
Seevögel und Meeressäuger für Deutschland kopieren.
Hamburg (dpa) - Ziel sei, ein
staatlich gefördertes Netz von Rehabilitationszentren aufzubauen
sowie das korrekte Vorgehen nach einer Ölkatastrophe in die
offiziellen Katastrophenpläne aufzunehmen, teilten Sprecher
des Verbandes am Montag in Hamburg mit.
Auch das illegale Verklappen,
vom IFAW als «schleichende Ölpest» bezeichnet,
kostet nach Schätzungen der schleswig-holsteinischen Landesregierung
jedes Jahr mehr als 20.000 Seevögeln das Leben.
Nach der Havarie des Tankers
«Exxon Valdez» im Jahre 1989 in Alaska hatte es in
den Vereinigten Staaten zahlreiche Gesetzesänderungen gegeben.
Die potenziellen Verursacher von Ölkatastrophen entrichten
seit Anfang der 90er Jahre eine spezielle Steuer. Das Geld wird
nach einer Katastrophe genutzt, um ölverschmierte Seevögel
und Säugetiere vom Öl zu befreien.
«Es gibt im Ernstfall nur
ein begrenztes Zeitfenster», sagte der Leiter des IFAW-Deutschland,
Markus Risch. Eine Kopie des US-Systems dürfe sich dabei
nicht nur auf Deutschland beschränken. «Unser Ziel
ist es, andere Staaten mit ins Boot zu nehmen.» Das Umweltvorhaben
solle auf europäischer Ebene realisiert werden. Vorgespräche
mit Politikern seien bereits aufgenommen worden.
Vor allem das nördlichste
Bundesland muss nach Ansicht des IFAW daran interessiert sein,
möglichst bald über eine bessere Absicherung für
den Katastrophenfall zu verfügen. «Die Urlauber kommen
mit schwarzen Füßen nach Hause», sagte Risch
über die Strandurlauber an Nord- und Ostsee.
Dem Internationalen Tierschutz-Fonds
haben sich weltweit zwei Millionen Förderer angeschlossen.
In Deutschland zählt der Verband 250.000 Mitglieder. Der
Hauptsitz der Organisation befindet sich in den USA.
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