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Warme Winter: Gut für Elche, schlecht
für Wölfe
Der milde Winter in Nordamerika
kommt den Wölfen ungelegen. Wenn ihre Lieblingsbeute, die
Elche, zu viel Nahrung finden, trauen sich die Jäger nicht
an die großen Tiere heran, beobachteten Biologen im Isle
Royale National Park.
(jkm) - Das Naturschutzgebiet
liegt auf der Isle Royale, mitten im Lake Superior im Grenzgebiet
des US-Bundesstaates Michigan zu Kanada. Seit 44 Jahren studieren
Biologen Flora und Fauna der Insel als Muster-Biotop.
Die Sorgen der Wölfe stehen
beispielhaft für den Einfluss des Wetters auf die Tierwelt,
sagen die Forscher. Normalerweise sind alte oder ganz junge Elche
im Winter geschwächt und geben eine gute Beute ab.
Doch der milde Winter dieser Saison
hat nur schwache Schneefälle gebracht und begünstigt
das Wachstum von Balsamtannen, der Lieblingsspeise der Elche.
Weil die Tiere gut genährt und kräftig sind, können
sie die Wölfe auf Distanz halten.
"Wir haben in diesem Winter
15 Zusammenstöße zwischen Wölfen und Elchen beobachten
können", berichtet Rolf Peterson von der Michigan Technological
University; "die Elche waren fast immer so beeindruckend,
dass die Wölfe letztendlich keinen Angriff wagten."
Drei Wolfsrudel mit vier bis sechs
Mitgliedern überstanden den Winter, dazu kommen zwei Einzelgänger.
Für die jetzt 17 Raubtiere waren die letzten Monate hart:
Die Sterbequote in den Rudeln lag bei 50 Prozent, berichten die
Forscher. Nur Neugeburten sorgten für eine stabile Population,
die vor genau einem Jahr noch 19 Wölfe umfasste.
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