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Eingewanderte Arten: Wie Ameisen Echsen
schaden
Die Kronen-Krötenechse
besitzt zum Schutz vor Feinden einen auffälligen Stachel-Panzer,
der sie wie ein Urenkel der Dinosaurier erscheinen lässt.
Doch die besten Stacheln helfen nichts gegen winzige Feinde: Weil
sich die Argentinische Ameise in den USA immer weiter ausbreitet,
ist die Krötenechse auf dem Rückzug.
(jkm) - Den Zusammenhang konnte
jetzt ein Forscherteam unter der Leitung von Andrew Suarez von
der University of California, San Diego, ermitteln. Demnach leidet
die Echse darunter, dass die argentinischen Insekten heimische
Ameisenvölker verdrängen.
Die großen, nordamerikanischen
Ameisen stehen auf dem Speiseplan der hoch spezialisierten Kronen-Krötenechse,
die mit den wesentlich kleineren argentinischen Arten nichts anfangen
kann.
Argentinische Ameisen sind nur
zwei Millimeter lang, ihre US- Verwandtschaft kommt auf die zehnfache
Größe. Dass die Echsen die winzige Beute verschmähen,
ist nicht nur eine Frage des Geschmacks.
"Selbst unter Laborbedingungen,
bei denen wir die Echsen ausschließlich mit Argentinischen
Ameisen gefüttert haben, konnten die Tiere ihr Gewicht nicht
halten", berichtet der beteiligte Forscher Ted J. Case, "die
Ameisen scheinen nicht genügend Nährwert zu haben und
werden von den Echsen verschmäht."
Diese Spezialisierung ist schon
Jungtieren in die Wiege gelegt, berichten die Forscher im Fachblatt
"Conservation Biology and Ecological Applications".

©
Chris Brown, USGS
Die Kronen-Krötenechse
besitzt zum Schutz vor Feinden einen auffälligen
Stachel-Panzer, der sie wie ein Urenkel der Dinosaurier
erscheinen lässt.
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Weiteres Unheil droht
Die Krötenechsen werden schon
bald mit einer zweiten eingewanderten Ameisen-Art konfrontiert,
befürchtet Robert N. Fisher, Zoologe am U.S. Geological Survey's
Western Ecological Research Center in San Diego: "Der nächste
Alptraum der Echsen könnte die Rote Feuerameise werden, die
sich seit 1998 in den Städten im südlichen Kalifornien
ausbreitet."
"Im Südosten haben diese
Insekten bereits zum Niedergang kleiner Wirbeltier- Gemeinschaften
geführt; das gleiche könnte jetzt wieder passieren.",
sagt Fisher. Er fordert, der Lebensraum der Echsen müsse
von ortsfremden Ameisenstämmen frei gehalten werden.
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