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- 14.02.2002 -

 

 

Albatrosse: Im Zick-Zack-Kurs auf Beutejagd

Während der Brutzeit unternehmen Albatrosse nur kurze Beuteflügen, überraschen hierbei jedoch mit außerge- wöhnlichen Flugmanövern mit denen sie gleichzeitig Energie sparen und möglichst viele Beutetiere fangen.

(jkm) - Wanderalbatrosse können monatelang durch die Weiten der südlichen Ozeane schweben und bei der Nahrungssuche Tausende Kilometer zurücklegen. Während der Brutzeit bleiben die Marathonvögel jedoch ihrem Nistplatz treu und starten nur zu kurzen Beuteflügen.

Bei diesen Kurztrips überraschen die Albatrosse mit außergewöhnlichen Flugmanövern: Sie jagen im Zick-Zack-Kurs, um Energie zu sparen und gleichzeitig möglichst viele Beutetiere zu erwischen.

Der französische Forscher Henri Weimerskirch und seine Kollegen statteten Wanderalbatrosse (Diomedea exulans), die auf den Crozetinseln im südlichen Indischen Ozean brüteten, mit Sendern aus. Mit Hilfe des GPS-Navigationssystems konnten die Wissenschaftler im Sekundentakt die Position der Vögel ermitteln und so deren Flugrouten exakt verfolgen.

Es zeigte sich, dass die Albatrosse bei ihrer Beutejagd penibel darauf achten, möglichst wenig Energie zu verbrauchen. Kein Wunder, denn jedes unnötige Flugmanöver zerrt an den Kräften der Riesenvögel, die eine Spannweite von bis zu 3,50 Meter erreichen.

Die Vögel suchen deshalb bevorzugt an den Kontinentalrändern nach Tintenfischen und anderer Beute, berichten Weimerskirch und sein Team in "Science". An den Kanten des Schelfeises sinkt der Meeresboden abrupt um mehrere tausend Meter ab. Häufig steigt hier mit dem nährstoffreichen Tiefenwasser ein üppiges Nahrungsangebot an die Oberfläche auf.

Über diese reichen Beutegründe segeln die Albatrosse im Zick- Zack-Kurs hinweg und passen ihre Flugroute auf diese Weise optimal den sehr wechselhaften Windverhältnissen an.

Gleichzeitig reflektieren die verschlungenen Flugpfade der Vögel aber auch die gezielte Suche nach Nahrungs-"Hotspots", die sich vor allem in der Nähe kleinerer Wasserstrudel finden. In diesen turbulenten Zonen werden die Beutetiere offenbar in großer Zahl von den Wassermassen empor getragen - ein wahres Schlaraffenland für Albatrosse.

 Mehr Informationen:

Wanderalbatrosse

Albatrosse allgemein

Frühere Studie der Forscher

Where the albatross wanders

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