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Albatrosse: Im Zick-Zack-Kurs auf Beutejagd
Während der Brutzeit unternehmen
Albatrosse nur kurze Beuteflügen, überraschen hierbei
jedoch mit außerge- wöhnlichen Flugmanövern mit
denen sie gleichzeitig Energie sparen und möglichst viele
Beutetiere fangen.
(jkm) - Wanderalbatrosse können
monatelang durch die Weiten der südlichen Ozeane schweben
und bei der Nahrungssuche Tausende Kilometer zurücklegen.
Während der Brutzeit bleiben die Marathonvögel jedoch
ihrem Nistplatz treu und starten nur zu kurzen Beuteflügen.
Bei diesen Kurztrips überraschen
die Albatrosse mit außergewöhnlichen Flugmanövern:
Sie jagen im Zick-Zack-Kurs, um Energie zu sparen und gleichzeitig
möglichst viele Beutetiere zu erwischen.
Der französische Forscher
Henri Weimerskirch und seine Kollegen statteten Wanderalbatrosse
(Diomedea exulans), die auf den Crozetinseln im südlichen
Indischen Ozean brüteten, mit Sendern aus. Mit Hilfe des
GPS-Navigationssystems konnten die Wissenschaftler im Sekundentakt
die Position der Vögel ermitteln und so deren Flugrouten
exakt verfolgen.
Es zeigte sich, dass die Albatrosse
bei ihrer Beutejagd penibel darauf achten, möglichst wenig
Energie zu verbrauchen. Kein Wunder, denn jedes unnötige
Flugmanöver zerrt an den Kräften der Riesenvögel,
die eine Spannweite von bis zu 3,50 Meter erreichen.
Die Vögel suchen deshalb
bevorzugt an den Kontinentalrändern nach Tintenfischen und
anderer Beute, berichten Weimerskirch und sein Team in "Science".
An den Kanten des Schelfeises sinkt der Meeresboden abrupt um
mehrere tausend Meter ab. Häufig steigt hier mit dem nährstoffreichen
Tiefenwasser ein üppiges Nahrungsangebot an die Oberfläche
auf.
Über diese reichen Beutegründe
segeln die Albatrosse im Zick- Zack-Kurs hinweg und passen ihre
Flugroute auf diese Weise optimal den sehr wechselhaften Windverhältnissen
an.
Gleichzeitig reflektieren die
verschlungenen Flugpfade der Vögel aber auch die gezielte
Suche nach Nahrungs-"Hotspots", die sich vor allem in
der Nähe kleinerer Wasserstrudel finden. In diesen turbulenten
Zonen werden die Beutetiere offenbar in großer Zahl von
den Wassermassen empor getragen - ein wahres Schlaraffenland für
Albatrosse.
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