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Stress: Beruhigungsmittel für Katzen?
Katzen sind sensible Tiere
und können unter sozialem Stress aggressiv werden. Amerikanische
Forscher haben deshalb vorgeschlagen, betroffenen Katzen Antidepressiva
zu verabreichen.
(jkm) - Was Mensch und Hund ruhig
stellt, kann auch der Katze nicht schaden, findet Tracy Kroll,
Verhaltensforscherin an der Cornell University.
Die Wissenschaftlerin möchte
aggressiven Katzen das starke Antidepressivum Clomipramin geben,
das man bereits Hunden ins Futter mischt. Unter dem Namen Anafranil
war das Präparat ursprünglich nur menschlichen Patienten
vorbehalten. Künftig soll auch der Kater zur Tablette greifen,
wenn der Stress zu groß wird.
Revierkämpfe oder der Einzug
einer neuen Katzen in eine gemeinsame Wohnung können Auslöser
für aggressives Verhalten sein. "Streitereien unter
Katzen können bei den betroffenen Haltern zu Schäden
führen - physischen wie psychischen", weiß Kroll.
Sie sucht für ihre Studie
jetzt zwanzig Katzenbesitzer, die ihre Haustiere mit Clomipramin
ruhig stellen wollen. Dass ihr Tier tatsächlich aggressiv
ist, müssen die Halter mit Videos nachweisen können.
Wer sein Tier nicht unter Drogen
setzen mag, hält sich aus den Streitereien der Krallenträger
einfach ganz raus. "Versuchen Sie nicht, einen Katzenkampf
durch Eingriffe zu schlichten. Das führt nur zu Verletzungen
und hilft sowieso nicht", meint Kroll.
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