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Sirenen: Forscher fordern Schutz für
Dugongs
Beim Anblick der Dugongs glaubten
Seefahrer einmal, Nixen aus dem Meer auftauchen zu sehen. Heutzutage
besteht kaum noch Verwechslungsgefahr, weil man die besondere
Seekuh-Familie nur sehr selten zu Gesicht bekommt. Und bald könnte
es überhaupt keine Dugongs mehr geben, befürchten australische
Meeresforscher.
(jkm) - Die Biologin Helene Marsh
und ihre Kollegen spürten im Auftrag des UN-Umweltprogramms
(UNEP) den weltweiten Seekuh- Beständen nach. "Unser
Bericht liefert einen Überblick über die Dugongs in
37 Regionen der Welt", erklärte Marsh bei der Präsentation
der Arbeit. "Wir machen gleichzeitig Vorschläge, wie
Anrainerstaaten Maßnahmen zum Schutz der Dugongs ergreifen
könnten."
Das Problem: Bis auf Australien
sind fast alle Länder mit Dugongs in ihren Hoheitsgewässern
Entwicklungsländer, die für den Naturschutz keine finanziellen
Mittel übrig haben. Das Überleben der Tiere wird deshalb
wohl von australischer Hilfe abhängen, ahnt die Dugong-Expertin
Marsh.

©
Doug Perrine/seapics.com
Dugong (Dugong
dugong)
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Dugongs ernähren sich von
Seegräsern und bringen ihre Jungen im flachen Küstenwasser
zur Welt. Die Verschmutzung der Meere und die Bebauung von Küsten
stellen deshalb eine große Gefahr für die Säuger
dar. Hinzu kommen Schifffahrt und Jagd: Dugongs werden wegen ihres
Fleisches, ihres Öls, der ledrigen Haut und den Stoßzähnen
getötet.
Vor den Küsten Mauritius´
und Sri Lankas, den Malediven sowie einigen japanischen und philippinischen
Inseln sind die Dugongs nicht mehr anzutreffen.
Weil ausgewachsene Weibchen selten
mehr als ein Tier jährlich gebären, ist mit einer Erholung
der Bestände nur langfristig zu rechnen. Dafür müssen
aber auch Seegras-Wiesen, die Futterplätze der Tiere, geschützt
werden.
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