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Klimaalarm: Gletscher der Alpen schrumpfen
immer schneller
Schneller als gedacht werden
die Gletscher der Alpen abschmelzen. Zu diesem Ergebnis kommt
das WGMS mit Sitz in Zürich nach ersten Zwischenergebnissen
einer neuen Alpen-Inventur, über die die «Welt am Sonntag»
in ihrer neuesten Ausgabe berichtet.
Hamburg (dpa) - Jüngsten
Erkenntnissen des World Glacier Monitoring Service (WGMS) mit
Sitz in Zürich zufolge hat sich die Geschwindigkeit des jahrzehntelangen
Schrumpfens der Gletscher in den vergangenen Jahren dramatisch
erhöht. Demnach ist die Fläche der Alpengletscher seit
den 70er Jahren um ein Viertel zurück gegangen, in der Schweiz
sogar um ein knappes Drittel.
«Das Abschmelzen der Gletscher
geht noch schneller voran, als wir bislang erwartet haben»,
sagte WGMS-Projektleiter, Professor Wilfried Haeberli der Zeitung.
Bislang gingen die Forscher davon aus, dass die europäischen
Gletscher bis 2025 auf die Hälfte des Volumens schrumpfen
würden, das sie 1970 hatten.
Vorläufige Ergebnisse einer
Bestandsaufnahme mit Hilfe von Satelliten zeigten jedoch, dass
allein in der Schweiz schon jetzt die Gletscherfläche gegenüber
dem Stand von 1970 um 30 Prozent abgenommen hat.
Setzt sich dieser Trend fort,
werden 2025 weit mehr als 50 Prozent abgeschmolzen sein, prophezeit
Forscher Haeberli. Schon Mitte des Jahrhunderts könnten dann
die Alpen weitgehend entgletschert sein.
Für Wolfgang Seiler, Leiter
des Fraunhofer Instituts für Atmosphärische Umweltforschung,
ist das ein deutliches Zeichen der Klimaveränderung. So seien
allein im Alpenraum die Durchschnittstemperaturen in den letzten
30 Jahren um bis zu ein Grad Celsius gestiegen, zitiert die Zeitung
den Forscher.
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