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- 01.02.2002 -


 

"Red Tide": Mysteriöses Fischsterben in Kenia

Ein rätselhaftes Fischsterben sucht derzeit den ostafrika- nischen Staat Kenia heim. Wie die Naturschutzorganisa- tion WWF Deutschland meldet, werden seit einigen Tagen tote Fische und Meeresschildkröten an die Küste des Landes gespült. Die Folgen für die Region seien enorm.

(jkm) - Unter den angeschwemmten Fischen finden sich auch Manta-Rochen und Haie. "Ein derart großes Fischsterben wurde in Ostafrika noch nie beschrieben", sagt WWF-Expertin Julie Church, die in Kenia das nationale Umweltschutzprogramm für die marine Region leitet.

Seit dem letzten El Niño im Jahr 1998 sei zwar von zwei ähnlichen Fällen in Somalia berichtet worden, "die aber nicht dieses Ausmaß erreichten". Nicht nur die ökologischen, auch die sozialen und wirtschaftlichen Konsequenzen seien beträchtlich.

Unerklärlich ist laut WWF, dass es sich bei den verendeten Tieren nicht nur um boden- und küstennah lebende Arten handelt, sondern auch um Hochseefische. Die Fachleute vermuten eine plötzliche Vermehrung toxischer Algen als Auslöser der Sterbens.

Solche als "Red Tides" bezeichneten Massenvermehrungen treten normalerweise aber nur bei ruhigem Seegang in warmen und nährstoffreichem Wasser auf. Da die See vor Kenia derzeit rau und windig ist, schließen die Experten eine andere Giftquelle nicht aus.


© ArtToday

Auch Manta-Rochen wurden angeschwemmt.

 Mehr Informationen:

WWF Deutschland

Dinoflagellaten

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