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Desertifikation: Die Wüste erobert
China
China stemmt sich mit Macht
gegen die Ausbreitung der Wüsten. Doch den aufwändigen
Forst-Programmen sind nur lokale Erfolge beschieden. Insgesamt
wächst die Wüste ungebremst.
(jkm) - Dies geht aus der jetzt
veröffentlichten Statistik der staatlichen Forstbehörde
hervor. Demnach waren Ende 1999 in China 2,7 Millionen Quadratkilometer
Fläche von Wüsten bedeckt - 27,9 Prozent des gesamten
Landes.
Die von Wüsten betroffene
Fläche wuchs innerhalb von fünf Jahren um 52.000 Quadratkilometer,
schreibt die chinesische Zeitung "People´s Daily".
Feng Jiaping, Sprecher der staatlichen Forstbehörde, gab
die Zahlen offiziell bekannt. Sie stammen aus der zweiten großen
Wüsten-Studie nach einer ersten landesweiten Erfassung im
Jahr 1994.
Von der Wüstenbildung betroffen
sind demnach 471 Bezirke im Norden und Westen Chinas. Die Gegenden
liegen in den autonomen Regionen der Inneren Mongolei, Ningxia,
Tibet und Xinjiang, in den westlichen Provinzen Gansu, Qinghai
und Shaanxi sowie den nördlichen Provinzen Hebei und Shanxi.
Versandungen werden für weitere
18,2 Prozent des Landes vermeldet. Betroffen sind 1,74 Millionen
Quadratkilometer. Der Sand konnte allerdings innerhalb der letzten
fünf Jahre durch umfangreiche Aufforstungen um 57.000 Quadratkilometer
zurückgedrängt werden.
Als Ursachen für die Versandung
gelten die zu hohe Beanspruchung der Böden, Überweidung,
Abforstung und veraltete Bewässerungssysteme in der Landwirtschaft.
Längere Trockenzeiten in
Folge des Klimawandels könnten die Wüstenbildung zusätzlich
fördern, befürchten die Forscher. Der Sommer 2000 wurde
in China zu einer der schlimmsten Dürrezeiten der letzten
50 Jahre.
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