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- 25.01.2002 -

 


 

Naturschutz: Koordinierte Hilfe für den Jaguar

Der Lebensraum des Jaguars erstreckt sich über 18 Länder Amerikas - und die können sich nicht auf ein gemeinsames Vorgehen zu seinem Schutz einigen. Ein neues Konzept soll helfen, den Naturschutz besser zu koordinieren.

(jkm) - Der Jaguar kann nur noch in einem Drittel seines ursprünglichen Lebensraumes ungestört umherstreifen. Dass die elegante Wildkatze immer stärker unter Druck gerät, liegt unter anderem am schlecht koordinierten Naturschutz. Die größte amerikanische Raubkatze ist in 18 Staaten zu Hause - und die können sich nicht auf ein gemeinsames Vorgehen zum Schutz der Jaguare einigen.

Das Reich der Wildkatze erstreckte sich ursprünglich vom Südwesten der USA über Mittelamerika bis zum Norden Argentiniens. Doch Wilderei und die Zerstörung natürlicher Lebensräume bedrohen die Existenz des Jaguars. Zudem besteht bisher kein Konsens, wie dem Tier zu helfen wäre.

"Der Naturschutz orientiert sich häufig eher an politischen Gren- zen, als an ökologischen", weiß Eric Sanderson von der Wildlife Conservation Society in New York. Und: "Die meisten Staaten haben überhaupt keine Gesetze zum Schutz bedrohter Arten."

Um die internationale Hilfe besser zu koordinieren, lud die Wildlife Conservation Society (WCS) 35 Fachleute aus zwölf Ländern ins Institut für Ökologie an der National Autonomous University of Mexico. Zusammen erstellten sie ein Konzept, das dem Jaguar langfristigen Schutz garantieren könnte.

Zwar hat die Wildkatze seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts schon über die Hälfte ihres Lebensraumes in den USA, in Mexico, Brasilien und Argentinien verloren. Trotzdem rechnen ihr die Experten gute Chancen aus, in 70 Prozent ihres Territoriums dauerhaft überleben zu können. Am besten behaupte sich der Jaguar zur Zeit im Amazonas-Becken, schreiben die Forscher in einem Bericht der Zeitschrift "Conservation Biology".

Die Fachleute plädieren dafür, 51 Jaguar-Schutzzonen in 16 Ländern festzulegen. Diese Zonen sollen 30 der 36 Regionen umfassen, in denen Jaguare heute anzutreffen sind.

Unterstützung zur Rettung der Wildkatze hat ein Namensvetter zugesagt: Der Automobil-Bauer Jaguar wird der WCS eine Million US-Dollar zur Verfügung stellen.


© ArtToday

Am besten behauptet sich der Jaguar zur Zeit im Amazonas-Becken.

 Mehr Informationen:

WCS: Save the Jaguar

Wildlife Conservation Society

Tierenzyklopaedie.de: Jaguar

Mesoamerican Biological Corridor

 

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