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Kaspisches Meer: Bald ohne Stör?
Die Kaviar-Produktion am Kaspischen
Meer droht den Europäische Hausen, auch als Beluga bekannt,
auszu- rotten. In einem dringenden Appell fordern drei inter-
nationale Naturschutz- Organisationen, den Handel mit Kaviar aus
dem Kaspischen Meer sofort einzustellen.
(jkm) - Bei Stichproben-Zählungen
konnten Forscher des Caspian Environment Programme (CEP) nur noch
28 Belugas (Huso huso) ausmachen, davon waren 24 noch nicht geschlechtsreif.
"Die Zahlen der aktuellen Untersuchung sind erschreckend",
kommentiert Dr. Ellen Pikitch von der Wildlife Conservation Society
(WCS).
"In nur sieben Jahren haben
die Stör-Bestände im nördlichen Teil des Kaspischen
Meeres um über 40 Prozent abgenommen. Im mittleren und südlichen
Teil gibt es schon keine Belugas mehr. Der Niedergang der Bestände
hat sich beschleunigt, die Fische stehen vor dem Aussterben."
Der Beluga wird bis zu fünf
Meter lang und kann ein Gewicht bis zu 1200 Kilo erreichen. Er
wird erst sehr spät geschlechtsreif: Männchen mit 14,
Weibchen mit 18 Jahren. Ein Weibchen trägt dann bis zu 7
Millionen Eier mit sich.
Aus einem einzelnen Tier lassen
sich dann bis zu 250 Kilo Kaviar gewinnen - zumindest war es einmal
so. Inzwischen werden kaum noch alte ausgewachsene Störe
gefangen. Junge Weibchen bringen den Fischern nur noch drei bis
vier Kilo Kaviar ein.
Mitte letzten Jahres hat die CITES,
die internationale Kommission für den Handel bedrohter Tier-
und Pflanzenarten, den Handelsstopp für Kaviar aus dem Kaspischen
Meer empfohlen.
Ob diese Empfehlung in ein Handelsverbot
für das Jahr 2002 mündet, entscheidet sich auf einer
Sitzung der CITES Mitte März in Genf. Als entscheidend gilt
die Stimme der USA, die zur Zeit den Vorsitz in der CITES leiten.
Die USA sind zweitgrößter Importeur für Beluga-Kaviar.
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