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Symposium: Stündlich weltweit drei
Tier- und Pflanzenarten weniger
Stündlich sterben weltweit
drei Arten von Tieren oder Pflanzen aus. Damit verschwinden im
Jahr über 27.000 Arten von der Erde. Auf diese Entwicklung
haben Teil- nehmer eines Umweltsymposium des ZDF und der Stiftung
Euronatur am Donnerstag in Mainz hingewiesen.
Mainz (dpa) - Besonders im Vorfeld
des 2. Weltumweltgipfels im August in Johannesburg sei es wichtig,
die Bevölkerung in Deutschland über den dramatischen
Artenschwund zu infor- mieren, erklärte der Chef von «ZDF.umwelt»,
Volker Angres.
Besonders erschreckend sei auch
der Verlust bei Nutzpflanzen und -tieren, betonte der Präsident
der Stiftung Euronatur, Claus-Peter Hutter: «Seit Mitte
des 19. Jahrhunderts sind rund 75 Prozent aller Nutzpflanzensorten
verschwunden. Waren es früher mehrere Tausend, ernährt
sich der Mensch heute nur noch von rund 150.»
Es sei paradox, dass mit der Gentechnik
«an der Schöpfung herumgedoktert» werde und neue
Arten kreiert würden. Bestens bewährte, an die jeweiligen
Regionen angepasste Nutztiere und Pflanzen seien dagegen aus Geschäftemacherei
vom Aussterben bedroht.
Auch in Indien sei die Vielfalt
von Nutzpflanzen erschreckend zurück gegangen, berichtete
Vandana Shiva, international bekannte Globalisierungskritikerin,
aus ihrem Land. Die grüne Revolution habe dafür gesorgt,
dass von ehemals 10 000 Reissorten heute nur noch zehn genutzt
würden.
Prof. Klaus Töpfer, ehemaliger
Bundesumweltminister und Direktor des Umweltprogramms der Vereinten
Nationen, sprach sich klar für den Erhalt der biologischen
Artenvielfalt aus. Nur sie garantiere in der Dritten Welt wirtschaftliche
Entwicklung und trage somit zur Selbsterhaltung der gesamten Menschheit
bei. Artenvielfalt und kulturelle Vielfalt seien «extrem
eng miteinander verbunden».
Mit dem Symposium wollte das
ZDF nach Angaben von Angres einen neuen Akzent in Sachen Umwelt
setzen, nachdem der Sender im Januar 2001 mit «ZDF.umwelt
- Natur» das einzige wöchentliche Umweltmagazin im
deutschen Fernsehen gestartet habe.
Die Highlights des Symposiums
sollen am 27. Januar in «ZDF.umwelt» zusammengefasst
werden.
Am 28. Januar, 19.00 Uhr, wird
sich ARTE in einem ebenfalls von der ZDF-Umweltredaktion produzierten
45-minütigen «Umwelt- Special» mit der Rettung
bedrohter Wildtiere beschäftigen.
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