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- 23.01.2002 -

 

 

 

 

 

 


 

WWF: Kampagne gegen Überfischung gestartet

Die internationale Umweltschutzorganisation WWF hat angesichts zahlreicher bedrohter Bestände ein Ende der Überfischung durch die EU-Flotte gefordert.

Brüssel (dpa) - «Dieser Fischerei-Wahnsinn gefährdet nicht nur eine unserer wichtigen Nahrungsgrundlagen, sondern auch die Umwelt und Arbeitsplätze», sagte WWF-Experte Christian von Dorrien am Mittwoch in Brüssel zum Start einer europaweiten Kampagne für eine radikale Reform der EU-Fischereipolitik.

Nach seinen Angaben sind 40 von 60 Speisefisch-Beständen wie Kabeljau, Seehecht oder Seezunge im Nordost-Atlantik stark überfischt.

Gleichzeitig subventioniere die EU die um 40 Prozent zu große Fischereiflotte jährlich mit 1,4 Milliarden Euro, wovon ein nicht unwesentlicher Teil in die weitere Vergrößerung der Flotten statt in deren zwingend notwendigen Abbau investiert werde.

Beifang großes Problem

Ein großes Problem sei auch der so genannte Beifang, also Fische, die unerwünscht in die Netze gelangen. Jährlich verenden nach Angaben von Dorrien auf diese Weise unter anderem 10.000 Schweinswale. «Der EU-Ministerrat muss die Überfischung beenden, sonst ist die Fischerei auch bald am Ende», warnte WWF-Generaldirektor Claude Martin.

Erst im Dezember hatte der EU-Fischereirat die Fangquoten für 2002 teils drastisch reduziert. Außerdem könnte sich die Situation in diesem Jahr langfristig zum Besseren wenden.

Denn dann muss sich der Ministerrat mit umfassenden Vor- schlägen des zuständigen EU-Kommissars Franz Fischler zu einer grundlegenden Reform der gemeinsamen Fischereipolitik befassen.

Diese sieht eine deutliche Flottenreduzierung um bis zu 40 Prozent vor. Bislang aber stößt dies noch auf den entschie- denen Widerstand der großen Fischereinationen Spanien und Frankreich.

 Mehr Informationen:

Die WWF-Kampagne

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Fischfang
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