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Everglades: Schnelle Rückkehr der
Watvögel
Watvögel, die auf Feuchtgebiete
in Flusslandschaften angewiesen sind, geben ihren Lebensraum auch
nach langen Dürrezeiten nicht auf. Kehrt das Wasser zurück,
steigt die Zahl an Watvögeln sprunghaft auf das alte Niveau.
Diese Beobachtung machten Vogelforscher
in den Everglades.
(jkm) - Die Grassumpflandschaft
der Everglades, dem National- park im Süden Floridas, umfasst
rund 12.000 Quadratkilometer. Etwa die Hälfte steht seit
1947 unter Naturschutz.
Der Park leidet allerdings unter
Staudamm- und Entwässerungs- projekten in seinem Umland.
Bleiben dann noch Regenfälle aus, ist der Sumpf schnell von
Dürre bedroht.
Bisher gingen Biologen davon aus,
die Dürre könne seltene Watvögel auf Dauer aus
den Everglades vertreiben. Aber diese Befürchtung ist wohl
unbegründet, schreiben die Vogelforscher Peter Frederick
und John Ogden im Magazin "Wetlands".
Die beiden Biologen beobachten
die Vogelwelt der Everglades seit über zehn Jahren. Ihr Fazit:
Von den Dürrezeiten in den Jahren 1989 bis 1992 konnte sich
der Vogelbestand über- raschend schnell erholen.
Beispielhaft nennen die Forscher
den Weißen Ibis, den Waldstorch, sowie den Schmuck- und
den Dreifarbenreiher. Deren Bestände seien mit dem Ende der
Dürre sprunghaft auf das Fünfzehnfache gewachsen.

©
ArtToday
Fischender
Waldstorch (Mycteria americana) in den Everglades:
Bestände mit dem Ende der Dürre sprunghaft gewachsen.
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Kleine Fische erlauben schnelles Comeback
Vermutlich verdanken die Vögel
ihr Comeback dem schnellen Wachstum kleiner Fische, der Hauptnahrung
der Watvögel. Kleine Fische können Trockenzeiten selbst
in Tümpeln und Pfützen überstehen.
Ihre großen schwimmenden
Fressfeinde brauchen hingegen länger, um sich wieder auf
dem alten Stand zu etablieren.
Bis dahin steht den Vögeln mehr Nahrung zur Verfügung.
Ein Blick in die Geschichte der
Everglades zeigte den Biologen, dass der Nationalpark in den letzten
38 Jahren acht schwere Dürreperioden zu überstehen hatte.
Der Wechsel zwischen feuchten
und trockenen Phasen brachte jeweils starke Schwankungen der Tier-Populationen
mit sich. Dieser Rhythmus schadet den Beständen aber langfristig
nicht, schätzen die Forscher.
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