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Australien: Strickpullover retten Zwergpinguine
Eine australische Naturschutz-Organisation
erstickt der- zeit in einer Flut winzigkleiner Wollpullover. Der
Grund: Unzählige Strickbegeisterte auf der ganzen Welt sind
einem Aufruf der Naturschützer gefolgt, sich tatkräftig
an der Rettung ölverschmutzter Zwergpinguine zu beteiligen.
(jkm) - Die Aktion war vom Tasmanian
Conservation Trust (TCT) gestartet worden, nachdem illegal abgelassenes
Rohöl die Küstengewässer vor der südaustralischen
Insel Phillip's Island verseuchte. Eine besondere Gefahr stellte
der schmierige Film für eine Kolonie von Zwergpinguinen (Eudyptula
minor) dar.
Das Öl verklebte das isolierende
Gefieder der Vögel, so dass diese nicht mehr auf Nahrungssuche
im Meer gehen konnten und an Unterkühlung zu sterben drohten.
Zudem vergifteten sich mehrere Tiere bei dem Versuch, ihr Gefieder
zu reinigen.
Zwar konnten die Vögel eingefangen
und gewaschen werden. Bis sich die Isolierwirkung der Federn wieder
einstellte, musste jedoch eine Ausweichlösung her.
Die Naturschützer handelten
schnell: In der Zeitschrift "Aged Pension News", die
kostenlos an australische Senioren verteilt wird, riefen sie Strickbegeisterte
zum Anfertigen Pinguin-ge- rechter Wollpullover auf und lieferten
auch gleich das passende Strickmuster mit. Prompt griff die BBC
das Thema auf und machte den Aufruf weltweit bekannt.
Was folgte, war eine Lawine von
Mini-Pullovern in allen erdenklichen Formen und Farben, teilweise
den Trikots örtlicher Sportmannschaften entlehnt. Inzwischen
sind über zehntausend Strickpullis aus Europa, Japan und
den USA bei den Natur- schützern eingetroffen.
Der Bedarf ist damit mehr als
gedeckt und die überschüssigen Pullover werden als "oil
spill response kits" für eventuelle zukünftige
Ölverschmutzungen gelagert.
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