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"Tierfilmer": Robben filmen
Fische
Um Fische unter dem antarktischen
Eis zu beobachten, setzen amerikanische Forscher auf die Hilfe
von "Tier- filmern", die bis zu 600 Meter tief tauchen
können - Robben.
(jkm) - Fünfzehn Weddellrobben
statteten die Meeresbiologen um Lee Fuiman mit Unterwasserkameras
aus. Die Aufnahmen, die die Tiere von ihren Tauchgängen im
McMurdo Sund mitbrachten, liefern Informationen über zwei
ökologisch bedeutsame Fischarten, berichten die Forscher.
Zu den gefilmten Arten gehört
zum einen der pelagische Silberfisch (Pleuragramma antarcticum).
Den Robben-Bildern zufolge hält sich der Fisch nachts in
250 Metern Tiefe auf, taucht tagsüber aber hundert Meter
ab, um dem Sonnenlicht aus dem Weg zu gehen.
Anders der antarktische Zahnfisch
(Dissostichus mawsoni): Bisher wurde er den Tiefseefischen zugerechnet,
ist allerdings schon in 12 bis 180 Metern anzutreffen.
"Bisher haben wir wenig Wissen
über antarktische Fische - besonders über jene, die
überwiegend unter dem Packeis leben", erklärt Meeresforscher
Fuiman. "Die Videoaufnahmen der Robben, kombiniert mit ihren
Positionsdaten, liefern erstmals Hinweise auf den Lebensraum und
die genaue Zahl der Fische."
Zehn männlichen und fünf
weiblichen Robben schnallten die Forscher Kameras auf die Köpfe.
So konnten später die ausgiebigen Jagden der Tiere nachvollzogen
werden Weddell- robben tauchen bis zu 600 Meter tief und können
über eine Stunde unter Wasser bleiben.
Silberfisch und Zahnfisch spielen
in der antarktischen Nahrungskette eine wichtige Rolle. Der Zahnfisch
ist die Lieblingsspeise der Weddellrobben, sein Bestand ist jedoch
durch illegalen Fischfang gefährdet.
Schätzungen der europäischen
Union gehen davon aus, dass durch wilde Fischerei jährlich
über 20.000 Tonnen Zahnfisch gefangen werden. Das ist mehr
als das Doppelte der zuge- lassenen Mengen, kritisiert die internationale
Kommission zur Erhaltung der lebenden Meeresschätze der Antarktis
(CCAMLR).
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