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Amazonas: Beschleunigte Abholzung des
Regenwaldes
Die Fläche des Brasilianischen
Regenwaldes wird immer kleiner - und das mit beschleunigter Geschwindigkeit,
berichten amerikanische und brasilianische Forscher.
(jkm) - Unter der Leitung von
William Laurance vom Smithsonian Tropical Research Institute vollzogen
die Wissenschaftler anhand von Satellitenbildern die Entwicklung
der letzten 24 Jahre nach.
Entgegen den Beteuerungen der
brasilianischen Regierung wur- de die Abholzung des Regenwaldes
offenbar nicht gebremst. Im Gegenteil: Seit 1995 hat sich der
Kahlschlag noch beschleunigt, sagen die Forscher.
"Die Waldvernichtung betrug
in den Jahren 1995 bis 2000 fast immer um die zwei Millionen Hektar
jährlich. Das entspricht sieben Fußballfeldern pro
Minute", berichtet Laurance. "Der Kahlschlag der letzten
Jahre entspricht der Abholzung in den 70er und 80er Jahren, die
zu katastrophalen Verlusten im Amazonas-Gebiet geführt haben."
Die brasilianische Regierung hat
angekündigt, in den nächsten Jahren über 40 Milliarden
US-Dollar in Straßen- und Schienen- bau sowie Strom- und
Gasleitungen investieren zu wollen. Die nötigen Schneisen
sollen durch den Regenwald verlaufen, darunter allein 8000 Kilometer
Straße. Auswirkungen auf den Wald habe das nur sehr begrenzt,
meint die Regierung.
Die Forscher widersprechen. Sie
verweisen darauf, dass das Amazonas-Gebiet schon jetzt unter starkem
Druck steht. Das Bevölkerungswachstum sowie die stark expandierenden
Industrien der Holzwirtschaft und des Bergbaus setzen dem Ökosystem
des Waldes zu.
"Erschreckend ist, dass viele
Infrastruktur-Projekte direkt ins Herz des Amazonas zielen",
sagt Laurance. "Das wird zu einer beispiellosen Fragmentierung
der Waldflächen führen."
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