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- 16.01.2002 -

 

 

 

 

 

 

 


 

Alpenreport: Weniger Almen und dramatischer Anstieg der Bebauung

In den Alpen fallen immer mehr Almen Straßen und Gebäuden zum Opfer. Alleine in den bayerischen Alpen
ist in den vergangenen 16 Jahren eine Fläche so groß
wie Bremen - rund 400 Quadratkilometer - für die Landwirtschaft verloren gegangen.

München (dpa) - Gleichzeitig mit der Verringerung der landwirtschaftlichen Nutzfläche stieg der Flächenverbrauch für den Siedlungs- und Straßenbau um 32 Prozent.

Dies ist ein Ergebnis des 2. Alpenreports der Internationalen Alpenschutzkonvention CIPRA, der am Mittwoch in München vorgestellt wurde. Der Flächenverbrauch in Bayern - rund drei Fußballfelder - entspreche der täglichen Umwandlung von 2,3 Hektar alpiner Landwirtschaftsfläche in Straßen und Gebäude.

Im Alpentourismus registriert der Report stagnierende Märkte. Dies versuche die Branche durch höhere Investitionen auszu- gleichen, allerdings in den «falschen Bereichen». Der Alpen- report sieht auf verschiedene Skigebiete einen schleichenden Verfall zukommen. Gleichzeitig würden Lifte in immer höhere Regionen gebaut werden, da in den schneeunsicheren Mittel- lagen Wintersport nicht mehr uneingeschränkt garantiert werden könne.

Die in der CIPRA zusammengeschlossenen über 100 interna- tionalen Mitgliedsorganisationen streben ein einheitliches System zur Datenerhebung an. Zur Zeit seien die nationalen Daten untereinander nahezu nicht vergleichbar, beklagte Andreas Güthler, der deutsche CIPRA-Geschäftsführer. Die vorhandenen europäischen Satellitendaten seien für klein- räumige Erhebungen nicht geeignet.

Der Alpenreport, der in Deutsch, Französisch, Italienisch und Slowenisch erscheint, versteht sich als Argumentationshilfe für Politik und Umweltschutzverbände. Über 90 Autoren beschäf- tigen sich auf 433 Seiten mit den wesentlichen Problemen der Alpen wie den spezifischen Kulturen und Sprachen, der Frem- denverkehrspolitik und der Raumordnung.

Ziel sei es, nicht «Katastrophenalpen» zu präsentieren, sondern Perspektiven für eine zukunftsorientierte Alpenstrategie aufzuzeigen.


© ArtToday

Im Piemont

 Mehr Informationen:

CIPRA Deutschland

Internationales Jahr der Berge 2002

 

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