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Alpenreport: Weniger Almen und dramatischer
Anstieg der Bebauung
In den Alpen fallen immer
mehr Almen Straßen und Gebäuden zum Opfer. Alleine
in den bayerischen Alpen
ist in den vergangenen 16 Jahren eine Fläche so groß
wie Bremen - rund 400 Quadratkilometer - für die Landwirtschaft
verloren gegangen.
München (dpa) - Gleichzeitig
mit der Verringerung der landwirtschaftlichen Nutzfläche
stieg der Flächenverbrauch für den Siedlungs- und Straßenbau
um 32 Prozent.
Dies ist ein Ergebnis des 2. Alpenreports
der Internationalen Alpenschutzkonvention CIPRA, der am Mittwoch
in München vorgestellt wurde. Der Flächenverbrauch in
Bayern - rund drei Fußballfelder - entspreche der täglichen
Umwandlung von 2,3 Hektar alpiner Landwirtschaftsfläche in
Straßen und Gebäude.
Im Alpentourismus registriert
der Report stagnierende Märkte. Dies versuche die Branche
durch höhere Investitionen auszu- gleichen, allerdings in
den «falschen Bereichen». Der Alpen- report sieht
auf verschiedene Skigebiete einen schleichenden Verfall zukommen.
Gleichzeitig würden Lifte in immer höhere Regionen gebaut
werden, da in den schneeunsicheren Mittel- lagen Wintersport nicht
mehr uneingeschränkt garantiert werden könne.
Die in der CIPRA zusammengeschlossenen
über 100 interna- tionalen Mitgliedsorganisationen streben
ein einheitliches System zur Datenerhebung an. Zur Zeit seien
die nationalen Daten untereinander nahezu nicht vergleichbar,
beklagte Andreas Güthler, der deutsche CIPRA-Geschäftsführer.
Die vorhandenen europäischen Satellitendaten seien für
klein- räumige Erhebungen nicht geeignet.
Der Alpenreport, der in Deutsch,
Französisch, Italienisch und Slowenisch erscheint, versteht
sich als Argumentationshilfe für Politik und Umweltschutzverbände.
Über 90 Autoren beschäf- tigen sich auf 433 Seiten mit
den wesentlichen Problemen der Alpen wie den spezifischen Kulturen
und Sprachen, der Frem- denverkehrspolitik und der Raumordnung.
Ziel sei es, nicht «Katastrophenalpen»
zu präsentieren, sondern Perspektiven für eine zukunftsorientierte
Alpenstrategie aufzuzeigen.
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