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Große Pandas: Die meisten sind
unfruchtbar
China bemüht sich seit
langem, den Großen Panda vor dem Aussterben zu retten. Doch
nicht nur der Verlust ihres Lebensraumes macht den schwarz-weißen
Bären zu schaffen.
(jkm) - Drei von vier Weibchen
können keinen Nachwuchs gebären und neun von zehn Männchen
sind unfruchtbar. Dies wurde jetzt auf einer Fachtagung von Zoologen
und Naturschützern in Chengdu bekannt.
In Chengdu, Provinzhauptstadt
im südwest-chinesischen Sichuan, betreibt die Volksrepublik
ihre "Giant Panda Breeding and Research Base". Dreißig
Große Pandas leben direkt in der Forschungsstation. Ihre
wilden Verwandten in den Naturschutz- gebieten der Provinz stellen
rund 80 Prozent aller noch existierenden Großen Pandas.
Der Bestand wird weltweit auf nur noch eintausend Tiere geschätzt.
Um die Nachzucht der Tiere zu
planen, kamen jetzt 40 Experten zu einem Erfahrungsaustausch zusammen.
Ihre ernüchternde Zwischenbilanz: 78 Prozent der Weibchen
können gar keinen Nachwuchs bekommen, 90 Prozent der Männchen
sind un- fruchtbar. Vermutlich sei Inzucht für den Zustand
verantwort- lich, sagten die Forscher der chinesischen Zeitung
"Peoples Daily".
Nur ein Drittel der in Gefangenschaft
lebenden Weibchen hat schon einmal Nachwuchs bekommen, gerade
mal ein Dutzend Männchen in den weltweiten Zoos hat sich
überhaupt als zeugungsfähig erwiesen.
Um die Inzucht zu bekämpfen,
haben die chinesischen Fach- leute zusammen mit amerikanischen
Experten für künstliche Befruchtung einen Fünfjahresplan
beschlossen. Sie wollen die Zucht künftig international besser
koordinieren; die schwächelnde Bären-Population soll
auf eine genetisch breitere Basis gestellt werden.
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