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Sex-Appeal: Fluoreszierende Sittich-Federn
sind unwiderstehlich
Wellensittiche finden leuchtende
Federn unwiderstehlich. Fluoreszierendes Gefieder hat für
die Vögel einen deut- lichen Sex-Appeal und spielt eine wichtige
Rolle bei der Partnerwahl.
(jkm) - Wellensittiche verdanken
ihren Erfolg beim anderen Geschlecht der Fluoreszenz ihres Gefieders,
haben britische und australische Wissenschaftler herausgefunden.
Das Extra-Leuchten der Federn erhöht demnach die sexuelle
Attraktivität sowohl von Männchen als auch von Weibchen.
In den Kopffedern der Wellensittiche
(Melopsittacus undulatus) befinden sich Farbpigmente, die unsichtbares
ultraviolettes in sichtbares gelbes Licht umwandeln. Dieser "Neon-Effekt"
wird auch vom Menschen ausgenutzt, um beispielsweise Notarztwagen
oder Kleidungsstücken eine intensive Signalfarbe zu verleihen.
Kathryn Arnold von der University
of Glasgow und ihre Kollegen wollten nun herausfinden, ob die
Fluoreszenz auch bei Wellensittichen Signalwirkung hat. Daher
rieben sie einige Tiere mit Sonnencreme ein, um die einfallende
UV-Strahlung und damit auch die Fluoreszenz zu blockieren. Die
derart angeschmierten Tiere waren für das jeweils andere
Geschlecht deutlich weniger attraktiv, berichten die Forscher
in "Science". Ging es dagegen nur um gleichgeschlechtliche
Geselligkeit, hatte die Behandlung keinen Effekt.
Anhand des Fluoreszenzspektrums
und der bekannten Eigenschaften des Sittich-Auges berechneten
Arnold und ihre Kollegen, dass fluoreszierendes Gefieder für
die Tiere um 14 Prozent "peppiger" erscheint. Das Fluoreszenzleuchten
ist zudem optimal auf die Farbempfindlichkeit zweier Lichtrezeptoren
im Vogelauge abgestimmt. Die Feder-Fluoreszenz ist daher ein eindeutiges
sexuelles Signal, dass vielleicht Aussagen über die Fitness
eines potenziellen Geschlechtspartners macht, schließen
die Forscher.
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