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Antarktis: Pinguine von Eisbergen bedroht
Riesige Eisberge, die sich
aus dem Ross-Schelfeis der Antarktis gelöst haben, stören
zahlreiche Pinguin-Populationen beim Brüten und könnten
sie sogar in ihrer Existenz bedrohen.
(jkm) - Diese Befürchtung
haben jetzt Forscher der US-Raumfahrtbehörde NASA geäußert.
Sie verweisen auf Satellitenbilder, die am Jet Propulsion Laboratory
in Pasadena ausgewertet wurden.
Die NASA-Forscher beobachten aus
dem All die Wege zweier Eisberge, die sich bereits im März
2000 aus dem Ross-Schelf gelöst haben und im Zeitlupentempo
ins Ross-Meer treiben. Die Berge B-15A und C-16 blockieren derzeit
Cape Crozier und hindern damit Pinguine, ihre Brutplätze
auf der Rossinsel zu erreichen.

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NASA/JPL
Der Weg der
Eisberge auf Satellitenbildern der NASA.
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Allein der größere
der beiden Eisberge, B-15A, hat eine Größe von 5439
Quadratkilometern. Er bedroht die weltweit sechst- größte
Pinguin-Kolonie. Dort brüten unter anderem 1.200 Kaiser-Pinguine,
die nach Berichten amerikanischer Biologen durch die Eisbarriere
in diesem Jahr keine Jungen aufziehen konnten.
Dieses Schicksal droht jetzt auch
weiteren Arten, befürchten die Forscher. Die Pinguine auf
der Rossinsel werden seit über 40 Jahren wissenschaftlich
begleitet. In letzter Zeit hatte sich ihr Bestand sehr positiv
entwickelt.
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