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- 02.01.02 -


 

Antarktis: Pinguine von Eisbergen bedroht

Riesige Eisberge, die sich aus dem Ross-Schelfeis der Antarktis gelöst haben, stören zahlreiche Pinguin-Populationen beim Brüten und könnten sie sogar in ihrer Existenz bedrohen.

(jkm) - Diese Befürchtung haben jetzt Forscher der US-Raumfahrtbehörde NASA geäußert. Sie verweisen auf Satellitenbilder, die am Jet Propulsion Laboratory in Pasadena ausgewertet wurden.

Die NASA-Forscher beobachten aus dem All die Wege zweier Eisberge, die sich bereits im März 2000 aus dem Ross-Schelf gelöst haben und im Zeitlupentempo ins Ross-Meer treiben. Die Berge B-15A und C-16 blockieren derzeit Cape Crozier und hindern damit Pinguine, ihre Brutplätze auf der Rossinsel zu erreichen.

 


© NASA/JPL

Der Weg der Eisberge auf Satellitenbildern der NASA.

 

Allein der größere der beiden Eisberge, B-15A, hat eine Größe von 5439 Quadratkilometern. Er bedroht die weltweit sechst- größte Pinguin-Kolonie. Dort brüten unter anderem 1.200 Kaiser-Pinguine, die nach Berichten amerikanischer Biologen durch die Eisbarriere in diesem Jahr keine Jungen aufziehen konnten.

Dieses Schicksal droht jetzt auch weiteren Arten, befürchten die Forscher. Die Pinguine auf der Rossinsel werden seit über 40 Jahren wissenschaftlich begleitet. In letzter Zeit hatte sich ihr Bestand sehr positiv entwickelt.


© NASA/JPL

Pinguine: Durch Eisberge am Brüten gehindert.

 

Mehr Informationen:

NASA-Pressemeldung

Antarktis-Bilder der NASA

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